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STANDARDTÄNZE

Langsamer Walzer (English Waltz)
Tango
Wiener Walzer
Langsamer Foxtrott (Slowfox)
Quickstep (schneller Foxtrott)
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LATEINAMERIKANISCHE TÄNZE

Cha-Cha-Cha
Samba
Rumba
Paso Doble
Jive
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Couple Dance - MODETÄNZE

Twist
Discofox
Tango Argentino
Bachata
Merengue
Mambo
Salsa
Swing / Lindy Hop
Boogie
Nightclub Two Step
Charleston
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FREIZEITTÄNZE

Breakdance
Hip Hop
Jumpstyle
Videoclipdancing
Ballett
Jazzdance
Kindertanzen
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Ein Paartanz ist ein
Tanz,
der von zwei Personen – in der Regel Mann und Frau bzw. Herr und
Dame – gemeinsam getanzt wird. Im Gegensatz zum
Einzel- und
Gruppentanz findet hier ein
abgestimmtes Zusammenspiel zwischen zwei Personen statt.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein harmonisches Zusammenspiel
zweier Tänzer zu erreichen: Durch das vorherige Einstudieren einer festen
Choreografie mit Führung oder nur
durch Führung oder durch reine Improvisation in freien Tänzen, bei denen
sich die Partner ohne Kontakt gegenüberstehen. Unter Führung versteht
man, dass der Führende (engl.
Leader) dem Geführten (engl. Follower) durch körperliche
Signale – sogenannte Führungsimpulse – mitteilt, welche
Bewegung/Tanzfigur als nächstes folgt. Im modernen Gesellschaftstanz führt
stets der Herr, während die Dame geführt wird; diese Vereinbarung trifft nur
bei gleichgeschlechtlichen Paaren und speziellen Figuren nicht zu.
Eine weitere Möglichkeit, einen harmonischen Paartanz zu
erreichen, ist die Ansage durch einen
Cuer, wie beispielsweise im
Round Dance.
Beispiele für Paartänze sind die
Lateinamerikanischen Tänze (Cha-Cha-Cha,
Samba,
Rumba,
Jive
und
Paso Doble), die
Standardtänze (Wiener
Walzer,
Langsamer Walzer,
Quickstep,
Tango und
Slowfox) sowie
Discofox,
Foxtrott,
Rock ’n’ Roll,
Boogie-Woogie,
Tango Argentino und
Salsa.
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STANDARD-TÄNZE |
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LANGSAMER WALZER
(English Waltz)
Der Langsame Walzer, auch unter der Bezeichnung English Waltz bekannt,
entwickelte sich in den 20er Jahren in England aus
dem Boston, dessen geradlinige Bewegungen in raumgreifende Drehungen
verwandelt wurden. Er gilt als der schwierigste Standardtanz und ist
dementsprechend auch der meistgeübte. Er lässt sich in seiner Bewegungscharakteristik deutlich in die Partnerschaft des Wiener Walzers mit seinen Drehungen und die des langsamen Foxtrotts mit seinen raumgreifenden Schritten erkennen. In dieser Kombination von schwingenden, pendelnden und typisch wellenförmigen Bewegungen wird ein weicher und runder Charakter des Tanzes erzeugt. Die dazugehörige melodiöse und anschmiegsame Musik harmoniert mit dem Tanz, schafft die notwendige Stimmung und erweckt beim Tanzenden das angenehme "Walz-Gefühl".
- Charakter des Tanzes: schwingend, weich und rund Takt: 3/4 Tempo: 30
- Musikbeispiel: I wonder why von Curtis Stigers
TANGO
Bis 1910 war der Tango einer der ersten modernen Schreittänze und kam eigentlich als lateinamerikanischer Tanz, also
Tango Argentino de la Plata, von Argentinien nach Europa. Der Tango entstand aus einem südamerikanischen Volkstanz, mit Tanzelementen der kubanischen Habanera und der uruguayischen Milonga versehen. Charakteristisch ist der Kontrast zwischen harten und weichen Bewegungen, seine ausgeprägte Dynamik und die enge Partnerbeziehung. Die scharf akzentuierte Bewegung wird durch die rhythmisch betonte Musik unterstützt und gibt dem Tanz sein unverwechselbares Gesicht.
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Charakter des Tanzes: im Wechsel dynamisch und sanftmütig Takt: 2/4
(4/8) Tempo: 33
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Musikbeispiel: Agatha von Nino Ferrer
WIENER WALZER
Dieser 3/4 Takt Paarrundtanz entstand im 18.Jahrhundert aus süddeutschen und österreichischen Länderrundtänzen.
Er wurde wegen seiner
Ungezügeltheit oft bekämpft, manchmal sogar verboten, feierte zu Beginn des
19. Jahrhunderts auf dem Wiener Kongreß wahre Triumphe.
Um 1790 galt der Wiener Walzer im revolutionären Frankreich als Ausdruck bürgerlichen Freiheitswillens und wurde seit 1882 durch die Musik von Joseph Lanner und Johann Strauß als Wiener Walzer zum europäischen Gesellschaftstanz. Mit seiner gleichmäßig schwingenden und kreisenden Bewegung lässt er vergessen, dass nur wenige Figuren getanzt werden. Darüber hinaus hat es der Wiener Walzer geschafft, dass er Anfang des Jahrhunderts bis heute zu den beliebtesten Gesellschaftstänzen zählt und auch von der heutigen Jugend nicht verschmäht wird.
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Charakter des Tanzes: rotierend, schwingend Takt: 3/4 Tempo: 60
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Musikbeispiel: Que sera, sera von Doris Day
LANGSAMER FOXTROTT
( Slowfox)
Der
Slow-Fox ist ein afroamerikanischer Tanz. Er
wurde Ende der zwanziger Jahre unseres Jahrhunderts in seiner noch heute gültigen Grundform festgelegt. Er entstand aus Tanzelementen des "Rag" und des "One-step". Im Bewegungscharakter werden Leichtigkeit, fließende und raumgreifende Gehbewegungen deutlich, die mit einer typischen leichten Wellenbewegung die Übergänge der Tanzfiguren fließend gestalten lassen. Der langsame Foxtrott, auf dem internationalen Tanzparkett auch als Slow-Foxtrott bezeichnet, verkörpert die hohe Schule des Tanzsports.
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Charakter des Tanzes: im Wechsel dynamisch und sanftmütig Takt: 4/4
Tempo: 18-32
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Musikbeispiel: For your babies von Simply Red
QUICKSTEP
(schneller Foxtrott)
Der Quickstep wird im Gegensatz zum langsamen Foxtrott spritzig und voller Übermut getanzt. Er
entstand um die Zeit des ersten
Weltkrieges und kam um die Jahrhundertwende von Nordamerika nach Europa und verbreitete sich sehr schnell. Seine Vorläufer waren Cakewalk, Ragtime, One-step und Two-step. Mit dem Quickstep, der auch als Foxtrott umschrieben wird, entwickelte sich auch die moderne Tanzmusik. Die Komponisten haben mit dem Foxtrott zahlreiche rhythmische Kombinationen vorgenommen, wie beispielsweise Polka-Fox und Rheinländer-Fox.
Die
Einflüsse der SwingMusik ließen den Quickstep rhythmisch lockerer und
damit einfacher zum Tanzen werden. Der Quickstep ist der prickelndste
unter den "Standardtänzen": flott in seinen fortschreitenden Bewegungen,
quirlig in seinen Hüpfschritten, so daß er heute der beliebteste moderne
Gesellschaftstanz ist.
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Charakter des Tanzes: heiter, lustig und spritzig Takt: 4/4 Tempo: 52
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Musikbeispiel: Nah Neh Nah von Vaya Con Dios
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LATEINAMERIKANISCHE -
TÄNZE |
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CHA-CHA-CHA
Die unbekümmerte Jugend gibt dem Cha-Cha-Cha - Heiterkeit, und der
eindeutige Rhythmus macht ihn lustig, ja sogar ein wenig leichtsinnig und
frech, was die vielen amüsanten Figuren beweisen.
Der
Cha-Cha-Cha ist eine Abart der Rumba und letztendlich aus dem
Mambo entstanden und eigentlich eine künstliche Tanzschöpfung, die
erstmals 1953 vorgestellt wurde. Der kubanische Musiker Enrique Jorrin
gilt als Schöpfer des Cha-Cha-Cha.
Im Gegensatz zur feurigen Rumba
ist dieser Tanz ein amüsanter, koketter Flirt, alles ohne Ernst, ohne
Passion, dafür keck, fröhlich, perlend wie Sekt. Diese übermütige Natur ist
schon in der Musik zu hören. So müssen auch die brillanten Figuren getanzt
werden.
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Charakter des Tanzes: lustig, frech und leichtsinnig Takt: 4/4 Tempo:
32
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Musikbeispiel: Super trooper von Abba (schon im Vorspiel ist der Takt
gut hörbar)
SAMBA
Die Heimat lässt sich nur schlecht verleugnen, aber warum
auch? Der Samba kommt aus Brasilien und ist dort aus den alten
Kreistänzen der leichtsinnigen, festfrohen Bantu-Neger
entstanden. Schon im 17. und 18. Jahrhundert lösten sich die
Reigen zu Paaren auf. 1924 kam der Tanz unter seinem heutigen
Namen über den Ozean. Die Lebhaftigkeit zeigt sich in der
reichhaltigen rhythmischen Gestaltung des 2/4-Taktes.
Die große Zeit begann aber erst 1948/49 und wurde in Europa zum
variationsreichen Turniertanz entwickelt.
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Charakter des Tanzes: lebhaft, fröhlich und heiter Takt: 2/4 Tempo: 53
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Musikbeispiel: Volare von den Gipsy Kings
RUMBA
Die
Herkunft der Rumba ist etwas dunkel, was nicht heißen soll, dass die Rumba
zweifelhafter Herkunft ist. Auch ist nicht bekannt, seit wann das Wort Rumba
gebraucht wird. Verwandt soll sie musikalisch - mit der Habanera sein. Auch
ihre Wiege stand in Lateinamerika. Genaueres ist nicht bekannt.
Ursprünglich ein afrokubanischer
Werbungstanz mit werbenden, erotischen
und erobernden Bewegungen .
Die Hüftbewegung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Ihre Choreographie
hat ihr das Leben schwer gemacht. Man tanzt sie im Cuban-Style,
die schnelle
Kubanische Rumba , auch Mambo-Bolero genannt, oder
Square-Style,
die langsame Square Rumba,
auch Rumba-Bolero genannt. . 1930 kam die Rumba nach New York und von dort nach Europa.
Doch trotz der ersten Begeisterung und der exakten Choreographien machte sie
keine richtigen Fortschritte. Erst nach 1945 wurde sie wiederentdeckt und
von den Franzosen entwickelt.
Die Fachleute haben sich lange über den Rumba-Style
gestritten, bis sich im Tanzsport der Cuban-Style durchsetzte. Die
dazugehörigen Hüftbewegungen müssen bei jedem Schritt von den beiden
Partnern synchron ausgeführt werden.
Die
Rumba ist heute der Klassiker unter den Lateintänzen.
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Charakter des Tanzes: erotisch, sanft und weich Takt: 4/4 Tempo: 27
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Musikbeispiel: How deep is your love von Take That (bzw. den BeeGees)
PASO DOBLE
Wenn ihn die Tanzsportler heute auch zu den
lateinamerikanischen Tänzen rechnen, so stamme er doch
aus Spanien, was an seinen Figuren unschwer zu erkennen ist.
Seine Bewegungen entstammen denen eines Toreros und seiner Capa beim Stierkampf. Heißblütig also, scharf beobachtend und
genaue Bewegungen, dem Torero nachempfunden.
Wobei die Dame
nicht etwa den Stier, sondern das rote Tuch ("Capa") des Toreros
darstellt.
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Charakter des Tanzes: heißblütig, scharf und exakt Takt: 2/4 Tempo: 62
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Musikbeispiel: España Cani
JIVE
Im Schwarzenviertel von New York, in Harlem, stand seine Wiege. Nach
der alten Boogie-Musik ist er neu entstanden. 1940 sprach man von ihm als Jitterbug,
von amerikanischen
Soldaten nach Europa gebracht, war der Tanz der Vor-Beat-Generation.
Die Engländer machten daraus Jive. Aus dem sich schließlich der Rock'n'Roll
entwickelt hat. Seine Wesensart wird durch die Boogie-Musik bestimmt. Es ist der
Tanz der totalen Mechanisierung, hart, aber manchmal auch weich und
katzenhaft, ein Rausch an Bewegung aus dem Spiel der Glieder und des
Körpers. Seine Bewegung folgt den monotonen Schlägen des Rhythmus und gibt
den Tänzen befeuernde und betäubende Kraft.
In den frühen Jahren hat man dem Jive nicht viel Gutes nachgesagt. Der
Tanzpapst aus London, Alex Moore, hatte 1940 im Ballsaal bis dahin nichts
Abscheulicheres gesehen, Sprünge und Kicks wechselten sich mit Purzelbäumen,
Heben der Partnerin u.a. ab.
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Charakter des Tanzes: hart, weich und rhythmisch Takt:
4/4 Tempo: 44
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Musikbeispiel: Secret Love von den Bee Gees
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COUPLE DANCE -
MODETÄNZE |
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TWIST
Der Twist
(Englisch twist = Drehung, Verdrehung) war ein
Modetanz im 4/4tel Takt, der in den frühen
1960er
Jahren populär wurde und zu
Rock 'n' Roll,
Rhythm and Blues
oder spezieller Twist-Musik getanzt wird.
Der Sänger
Chubby Checker
machte diesen Tanz mit seinen Hits
The Twist
im Juli 1960 (und nochmals im November 1961) und Let's
Twist Again im Juni 1961 weltweit populär. Ein
besonderes Merkmal dieses Paartanzes ist, dass sich die
Partner beim Tanzen nicht berühren.
Musikalische Bedingung, um den Twist von anderen
zeitgleichen Musikrichtungen abzugrenzen, ist ein ideal
gleichmäßiges Zeitmaß zwischen den Achtelnoten. Ein
geshuffelter
Rhythmus
ist beim Twist undenkbar.
Die Ursprünge des Twist lagen in der afroamerikanischen
Kultur. Schon um das Jahr 1890 wurde auf amerikanischen
Plantagen ein ähnlicher Tanz gesichtet, der als wringin'
and twistin' bekannt war.
Einige typische Bewegungsabläufe wie die Bewegungen mit dem
Becken, sowie das Drehen mit der Fußspitze konnte man auch
in Westafrika beobachten.
Der Rhythm & Blues-Musiker
Hank Ballard
komponierte im Jahr 1958 den Titel The Twist, der im
März 1959 als B-Seite der
Single
Teardrops On Your Letter auf dem
King Records-Label
veröffentlicht wurde. Das Stück Teardrops On Your Letter
belegte Platz 4 in den Rhythm & Blues-Charts, und auch die
B-Seite schaffte es kurz bis auf Platz 16 derselben Charts.
Möglich war dies durch eine Eigenart der amerikanischen
Charts, die nicht allein auf den Verkaufszahlen beruhte,
sondern die Häufigkeit von
Airplay,
also das Spielen eines Stückes im Radio, mit einbezog. Hank
Ballard entwickelte bei seinen Bühnenauftritten eine
Tanzroutine, aus der letztlich der Twist entstand. Erst die
Coverversion
von The Twist von Chubby Checker wurde im Sommer 1960
ein großer Erfolg in den
Billboard Hot 100.
Den Höhepunkt
der Popularität erreichte der Twist im Jahr 1961 in der New
Yorker Bar Peppermint Lounge. Die ursprünglich nur
für ein Wochenende gebuchte Band
Joey Dee & The Starliters
spielte beim ersten Auftritt vor Prominenten im Publikum.
Die Schauspielerin
Merle Oberon
sowie Prinz Serge Oblinski hatten im Club die ganze Nacht
hindurch getanzt. So berichteten es am nächsten Morgen die
Kolumnisten Earl Wilson und Cholly Knickerbocker in der
Tageszeitung
New York Post.
Am darauf folgenden Abend musste die zur Hilfe gerufene
Polizei den Ansturm auf die Peppermint Lounge
regulieren. Der Club entwickelte sich zu einem
Publikumsmagneten in New York und hatte viele Prominente
Besucher wie
Judy Garland,
John Wayne,
Jackie Kennedy,
Nat 'King' Cole,
Shirley MacLaine,
Tennessee Williams,
Truman Capote
und
Liberace.
Die Band spielte über Monate in dem Club und ihnen gelang
mit dem Peppermint Twist ein landesweiter Hit. Der
Regisseur Greg Garrison drehte in dieser Zeit seinen
Musikfilm Hey Let's Twist mit Joey Dee und seiner
Band vor dem Hintergrund der Ereignisse in der Peppermint
Lounge. Im Januar 1962 kam der Film unter dem Titel
Twist ... dass die Röcke fliegen in die deutschen Kinos.
DISCO FOX
ist der einfachste der 12 Welttänze und erfreut sich somit
auf Parties größter Beliebtheit.
BACHATA
Bachata entstand Anfang der 1960er
Jahre als eine Form des kubanischen bzw. karibischen Boleros
(nicht zu verwechseln mit dem spanischen
Bolero).
Zunächst war Bachata dabei weniger zum Tanzen gedacht, sondern
war einer von vielen Stilen der romantischen
lateinamerikanischen Trio-Gitarrenmusik, die vergleichbar mit
der mexikanischen
Mariachi-Tradition hauptsächlich der Unterhaltung verliebter
Paare diente. In den folgenden Jahrzehnten nahmen
Bachata-Musiker Einflüsse aus anderen Stilen wie dem
Merengue
auf, das Tempo wurde erhöht und Bachata wurde mehr und mehr als
Tanzmusik verstanden. Seit
2003
erfahren Musikrichtung und Tanz einen Produktionsboom im
gesamten hispanokaribischen Raum.
Bachata wird typischerweise mit
zwei akustischen Gitarren gespielt, heute auch mit elektrischen,
dazu Bongos, Bass und
Güira.
Der Stil ist heute geprägt durch den charakteristischen, hohen
und „leiernden“ Klang der Gitarren, den Rhythmus (ein
4/4-Takt,
meist basierend auf dem Bassrhythmus punktiertes Viertel –
Achtel – Viertel – Viertel), und durch die Texte, die meist
von männlichen Sängern gesungen werden und hauptsächlich von
enttäuschter Liebe handeln. Das Tempo von Bachata-Stücken reicht
von 115 bis 160
bpm,
meist liegt es zwischen 130 und 140 bpm.
Der gleichnamige Tanz hat in den
vergangenen Jahren enorm an Popularität gewonnen. In der
Dominikanischen Republik veranstalten TV-Sender regelmäßig
Bachata-Tanzwettbewerbe. Diese Fernsehsendungen sind sehr
beliebt.
Die Schrittfolge ist einfach:
Die Beinbewegung kommt aus den Knien heraus, wobei ein Bein
neben das andere gesetzt wird. Dieses "chassé" wird durchgängig
mit Merenguehüftbewegung getanzt (pro Taktschlag ein Schritt,
also auf 1, 2, 3). Auf der 4 erfolgt das leichte Anheben des
Beins, indem die Hüfte einseitig hochgezogen wird, und/oder
gleichzeitig ein Doppelschlag vor und zurück mit der Hüfte
getanzt wird. Genau wie
Merengue und
Salsa
ist Bachata kein standardisierter Tanz, d. h. gibt es viele
Variationen und Bewegungsabläufe. Da Bachata normalerweise sehr
eng und hüftbetont getanzt wird, gehört er zu den erotischsten
Tänzen überhaupt. Die „prüdere“ europäische Version wird mit
Körperabstand getanzt, wobei auch Figuren miteingebaut werden.
Bachata galt in den 1970er und
1980er Jahren als vulgäre Musik der unteren
Bevölkerungsschichten, wurde mit Prostitution, Kriminalität und
Armut assoziiert und im Gegensatz zu Salsa und
Merengue
kaum im Radio gespielt. Das änderte sich erst um 1990 herum, vor
allem durch Juan Luis Guerra, dessen Album Bachata Rosa
1992 einen Grammy
gewann.
In Deutschland war das bislang
erfolgreichste Bachata-Stück das Lied Obsesión der Gruppe
Aventura,
das auch R ’n’ B- und Pop-Elemente enthält und im September 2004
auf Platz 1 der
Media-Control-Singles-Charts
war. Auch Toby Love, der einmal zu Aventura gehörte, mischte
seine Bachata-Elemente mit R&B und
Crunk.
Im Jahr 2005 wurde von der
International Dance Organization in
Bassano del Grappa (Italien) die
erste Bachata-Weltmeisterschaft ausgerichtet. 52 hauptsächlich
italienische Paare zeigten mit Hilfe der Technik der
lateinamerikanischen Turniertänze showorientierte Bachata;
Weltmeister wurden Mirko Di Palma und Mazena Maj. Mittlerweile
ist der Bachata ein sehr populärer Turniertanz geworden und die
IDO richtet regelmäßig Welt- und Europameisterschaften sowie
World Cups aus.
MERENGUE
Musik ist das Lebenselixier der
Leute in der Dominikanischen Republik. Selbst in der kleinsten Hütte stehen
vielleicht nur wenige Möbel, aber ein Radio - und wenn auch uralt, ist
sicher vorhanden. Ungewohnt ist für uns die enorme Lautstärke oder die
"Soundqualität", doch dominikascher Rhythmus geht auf jeden Fall sofort ins
Blut. Es ist amüsant zu beobachten, wenn selbst Kleinkinder bei Musik sofort
in die typischen Tanzbewegungen verfallen und es ist sowieso fast unmöglich
für "Domies", wenn irgendwelcher Sound im Hintergrund erklingt, ruhig zu
stehen oder normal zu gehen.
Merengue ist sehr rhythmisch, auch mal provozierend und ... einfach cool.
Die steif wirkenden Tanzbewegungen faszinieren, da man den Eindruck hat, die
Tänzer würden sich auf der Stelle bewegen mit Ausnahme des Hintern, den der
bewegt sich völlig unabhängig davon erotisch im Takt. Merengue ist die Tanz-
und Unterhaltungsmusik mit heiteren, teils frivolen und zweideutigen Texten.
So gibt es den "Hundetanz" den "Affentanz", den "Schaf-Merengue" oder das
Lied vom "Veano", dem gehörnten Ehemann. Juan Luis Guerra war einer der
ersten international erfolgreichen "Merengueros". Mittlerweile haben sich
daraus viele verschiedene Stilrichtungen wie "Merengue-House" oder "Merengue-Rap"
entwickelt, die erfolgreich in nationalen und internationalen Hitparaden
vertreten sind. Die heutigen Merengue-Bands sind große 10 bis 20 Mann
Orchester mit modernster Licht- und Tontechnik.
Bis vor kurzem gab es fast nur auf dem "Camp" (Land) "Mangulina" und "Perico
Ripiao", die "original" Folkloremusik, gespielt auf urigen Instrumenten ganz
ohne Verstärker. Doch "Crispy" und "Nelson de la Hoja" machen derzeit Furore
mit Ihren "Bandas Tipicas". Diese beiden Musiker modernisierten das Ganze
einfach und wie man sieht - mit sehr großem Erfolg.
MAMBO
Mambo ist ein schneller Tanz. Seit
Lou Bega's "Mambo Number Five" hat er eine Revival erlebt. In den diversen
Lateinlokalen wird er immer noch aktiv getanzt.
Der Begriff Mambo stammt aus dem religiösen Bereich Afrokubas und
bedeutet *heilige Handlung*, aber auch Versammlung oder Gespräch.
Der in Kuba geborene Musiker Anselmo Sacasas entwickelte aus der
traditionellen afrokubanischen Musikform den ersten eigentlichen Mambo-Stil.
Sein 1944 erschienener Mambo war in allen damals aktuellen Hitlisten zu
finden.
Im Zweiten Weltkrieg wanderten kubansiche Musiker in den USA ein und es kam
zur Verflechtung des nordamerikanischen Jazz mit den kubanischen Rhythmen (Afro-Cuban-Jazz).
Vor allem die Betonung des damaligen Swing auf die Taktschläge 2 und 4
faszinierte die kubanischen Musiker derart, dass sie diese Gewohnheit im
Mambo-Rhythmus adaptierten. 1955 gelangte der Mambo von New York aus nach
Europa.
Der Mambo-Tanz orientiert sich an den vorgegebenen Rhythmen, wobei man
jedoch auf die originalkubanischen Schritte zurückgriff und damit das
englische System der Rumba kreierte. Die Hüften sollten auf 2 und 4
ruckartig bewegt werden. Nach dem Krieg allerdings herrschte jahrelang
Verwirrung über die Technik und die Ausführung des Mambo. Wegen seiner
rhythmischen und tänzerischen Kompliziertheit wurde er bald von der
langsamer gespielten Chachachá verdrängt.
Nach jahrzehntelanger Vergessenheit verhalf eine Filmwelle im Jahre 1987 dem
Mambo wieder zu mehr Popularität. Mit "Mambo Kings" und "Dirty Dancing"
brach das Tanzfieber erneut aus und - verschwand ebenso rasch, wie es kam.
NIGHTCLUB TWO STEP
Der Nightclub Two Step ist
ein
Partnertanz, aus
den USA, der nicht zum
Welttanzprogramm
zählt. Der Tanz wurde 1965 von dem damals 15 jährigen Buddy
Schwimmer erfunden. Charakteristisch für den heutigen
Nightclub Two Step sind seine fließenden Bewegungen. Der
Nightclub Two Step wird zu Musik im 4/4-Takt getanzt. Er
folgt der Swing- und Hustle-Technik. Seine Figuren ähneln
den Rumba-, Samba- und Salsa-Figuren.
Der Mann geht zunächst mit dem
linken Fuß rückwärts, belastet ihn jedoch nicht
ganz, sondern hebt den rechten Fuß leicht an.
Dann folgt ein Seitschritt nach links mit dem
linken Fuß. Nun kommt ein Rückwärtsschritt mit
dem rechten Fuß, der linke Fuß hebt sich am
Platz. Den Abschluss macht ein Seitschritt nach
rechts. Die Frau geht zunächst mit dem rechten
Fuß rückwärts, belastet ihn jedoch nicht ganz,
sondern hebt den linken Fuß leicht an. Dann
folgt ein Seitschritt nach recht mit dem rechten
Fuß. Nun kommt ein Rückwärtsschritt mit dem
linken Fuß, der rechte Fuß hebt sich am Platz.
Den Abschluss macht ein Seitschritt nach links.
Die Betonung liegt jeweils auf dem Seitschritt,
der doppelt so lang wie der Rückplatzschritt
getanzt wird (Rhythmus: quick, quick, slow).
CHARLESTON
Der
Charleston (auch: 20s Charleston)
ist ein
US-amerikanischer
Gesellschaftstanz
des 20. Jahrhunderts. Er wurde nach der
Hafenstadt
Charleston
in
South
Carolina
benannt. Die von dem Pianisten und
Komponisten
James P.
Johnson
komponierte
Jazz-Melodie
The Charleston, 1923 erstmals in
dem
Broadway-Musical
Running Wild aufgeführt, verhalf
dem Tanz in den USA und in der Welt zu
großer Popularität. In Europa wurde er
1925 durch
Josephine
Baker
bekannt.
Obwohl der Tanz ursprünglich von
Afroamerikanern
entwickelt wurde, konnte er sich in den
USA
schnell als „weißer“
Gesellschaftstanz
etablieren. Er wird eng verbunden mit
Flappern
und
Speakeasy-Lokalen.
Dort tanzten Frauen, alleine oder
zusammen, um sich über die
Alkoholprohibition
der USA zu mokieren. Dies führte dazu,
dass der Tanz im Allgemeinen als
provokativ und unsittlich galt.
Eine Tanzbeschreibung von 1925 führt an:
Der Torso zittert, dazu
die Bewegungen der Hüften, Schenkel und
Hinterbacken. Auch die Hände sind aktiv,
sie berühren alle Teile des Körpers wie
in Ekstase. Dazu kommen die
abwechselnden X- und O-Beine, damit
verbunden die nach außen und innen
gedrehten Knie und Füße. Der Tänzer kann
seinen Rücken beugen oder gar in
Hockstellung gehen.
Der Charleston ist dabei ein extrem
schneller Tanz, bei 50–75 Takten pro
Minute ist schon etwas Übung geboten.
Ein Wiener Walzer hat bis zu 60, was
schon schnell ist. Gewöhnliche Tänze
bewegen sich bei 30–50 Takte pro Minute.
Grundlage für diesen Tanz sind isolierte
Bewegungen. Das bedeutet, dass man in
der Lage ist, einzelne Körperteile, wie
die Arme und Beine, getrennt voneinander
bewegen zu können. Rudern mit den Armen
und X/O Kombinationen mit den Beinen
sind typisch für den Charleston. Mit
Beginn der
Weltwirtschaftskrise
1929 konnten sich viele die
Abendveranstaltungen nicht mehr leisten
und der Tanz verschwand langsam wieder.
Der
Lindy Hop,
ein wichtiger
Swingtanz
der 30er und 40er, hat viele Elemente
des Charleston übernommen. Eine
geringfügig abgeänderte Tanzform des
Charleston wurde in den 30er und 40er zu
Swing Jazz
getanzt. Sie hat viele Namen, am
bekanntesten: Lindy Charleston, Savoy
Charleston, 30s or 40s Charleston und
Swing(ing) Charleston. Um diese Begriffe
besser zu differenzieren, wird der
ursprüngliche Charleston daher oft als
20s Charleston bezeichnet.
Art: Einzeltanz, Paartanz
Musik: Swing, Big Band
Taktart: 4/4 Takt
Tempo: 50-75 tpm
Herkunft: USA
Entstehungszeit: 1920er
LINDY HOP
Lindy Hop ist der Vater von
Rock'n'Roll und Boogie Woogie. Er kam in
den 20er, 30er Jahren in Harlem, New
York auf und erlebte dort seinen
Höhepunkt in den 40er Jahren. Getanzt
wird hauptsächlich zu Swingmusik.
Der Lindy Hop entstand in den frühen
20er Jahren aus einer Mischung der Tänze
'Breakaway', 'Texas Tommy' und
'Charleston'. Der Lindy Hop wird in
älteren Büchern als 'synkopierter
Two-Step der den Offbeat akzentuiert'
beschrieben. Die Grundschritte brauchen
acht Schläge und harmonisieren deshalb
sehr gut mit traditioneller Swingmusik.
Der Name 'Lindy Hop' entstand der Sage
nach 1927 aufgrund Charles 'Lindy'
Lindbergh's Hop over the Atlantic. Die
Grundschritte hiessen vorher schon 'The
Hop', die Namensanpassung war
naheliegend.
Der Lindy Hop erreichte seinen Höhepunkt
ende der 30er Jahre, anfang der 40er
Jahre zusammen mit dem Aufblühen der
grossen Big Bands. Chick Webb mit Ella
Fitzgerald, Benny Goodman, Count Basie
und Duke Ellington sind nur einige Namen
die mit ihrer Musik den Lindy Hop stark
beeinflusst haben. Nach dem zweiten
Weltkrieg ging der Lindy in seiner
Ursprungsform etwas in Vergessenheit. In
den Staaten gab es neu den 'East Cost
Swing' (6-count Lindy) und den 'West
Coast Swing', in Europa kamen Jive,
Rock'n'Roll und Boogie Woogie auf.
Erst anfang der 80er Jahre machte sich
die schedische Showgruppe The Rhythm Hot
Shots auf, den Lindy Hop wieder zum
Leben zu erwecken. Seit 1982 gibt es in
Herräng, nördlich von Stockholm, ein
Camp, in dem jeden Sommer während vier
Wochen Lindy Hop unterrichtet wird. Es
dauerte nur wenige Jahre bis sich der
Tanz über ganz Europa verbreitete.
ROCK'N'ROLL
Der wilde
Tanz der Fünfziger. Mitte der 70er Jahre
in der Schrittechnik (Sprungschritt) und
in der Akrobatik bis hin zum Doppelsalto
weiterentwickelt. Die Basis für den "Nicht-Rock'n'Roll-Sportler"
ist der Boogie Woogie.
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FREIZEITTÄNZE |
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BREAKDANCE
Die Ursprünge des Breakdance liegen im New York
der 70er Jahre. Zu dieser Zeit begann sich in der Bronx, dem mehrheitlich
"farbigen" New Yorker Stadtteil, der Hip-Hop zu entwickeln. Ausschlaggebend
für den Siegeszug des Breakdance war 1974 Michael Jacksons Robot Dance.
Ein Breakdancer improvisiert in seinem Tanz, wobei er viele verschiedene
Tanzelemente einsetzten kann. Es gibt drei verschieden Richtungen des
Breakdance. "Breaken" oder "B-Boying" kennen wir als klassischen Breakdance
mit akrobatischen Bewegungen. Unter "Popping" oder "Robot Dance" versteht
man die Ausführung von "mechanischen" Bewegungen. "Locking" bedeutet wildes
Gestikulieren, das dem Imitieren der Bewegungen von Comicfiguren ähnelt.
Für die meisten Breakdancer ist Mode ein Teil der Identität. Da beim
Breakdancing die Kleidung sehr strapaziert wird, sollten nur robuste
Materialien verarbeitet werden. Besonders wichtig sind Kopfbedeckungen bei
Headspins und Headstands, wobei auch gerne Bandanas unter den Caps getragen
werden.
Einige Powermoves im Breakdance:
Backspin: Vom Prinzip her der einfachste Powermove. Man dreht sich auf den
Schulerblättern
Headspin: Rotieren auf dem Kof
Tracks: wie Headspin, nur dass man sich in 45 Grad mit den Händen vom Boden
immer wieder wegdrücken muss
Swipes: man steht auf den Händen und Füßen mit dem Rücken nach unten und
springt um seine eigene Körberachse, wobei das Schwung holende Bein nie den
Boden berührt
Airtwist oder Airflare: eine volle Umdrehung um die eigene Körperachse.
Dabei steht man im Handstand und springt eine Umdrehung in der Luft, um
wieder auf den Händen zu landen
Ninetynine: ist, wenn man im Handstand auf einer Hand steht und sich auf
dieser Hand um die eigene Achse dreht
Handglide: man dreht sich in liegender Weise auf einer Hand, den Ellenbogen
seitlich am Körper abgestützt
Handhops: Springen im Handstand
Flare: ist die gleiche Bewegung wie Flanken beim Turnen. Die gespreizten,
schwingenden Beine umkreisen den Tänzer im Handstand
HIP HOP
Breakdance, Rap, Graffiti und DJing
sind Elemente des Hip Hop, eine der populärsten Jugendkulturen Europas. In
allen Bereichen geht es darum, etwas künstlerisch zu entwickeln, sich selbst
zu präsentieren und nicht zuletzt, sich selbst zu verwirklichen.
Hip Hop hat seinen Ursprung in den 70er Jahren in der New Yorker Bronx. Die
farbigen Jugendlichen waren von der Unterhaltungsindustrie der "Weißen"
ausgeschlossen und begannen, ihre eigene Partykultur zu entwickeln. So
entstand der Hip Hop.
Wie jede andere Szene hat Hip Hop eine eigene Lebensphilosophie. In der Welt
eines Hip-Hoppers geht es um "Realness", "Competition" und "Respect". Alles
dreht sich um Glaubwürdigkeit und um die Originalität des Einzelnen. In "Battles"
zeigen Hip-Hopper, was sie können und messen sich dabei mit anderen
Hip-Hoppern.
Ebenso wichtig wie eine eigene Szenesprache ist der Dress-Code, der der Hip
Hop Community ihren unverwechselbaren Style verpasst. Baggy Pants, Cap,
Sneakers und T-Shirt sind unverzichtbar.
JUMPSTYLE
Jumpstyle bezeichnet einen Stil der
elektronischen Tanzmusik,
der im Arrangement und Melodie relativ minimal gehalten ist – ähnlich dem
Newstyle,
der sich in
Chicago
entwickelte. Charakteristisch für viele Jumpstyle-Tracks sind 140–150
BPM und
des Öfteren
Offbeats
(vgl.
Hardstyle).
Viele Tracks enthalten auch
Hardcore-Techno-Beats,
die aber nicht zwingend notwendig sind, um sie als „Jumpstyle“ zu
klassifizieren.
Der heutige Jumpstyle bezeichnet eine eigene Szene und ist vor allem in den
Niederlanden, Belgien, Frankreich, Italien, Österreich und inzwischen auch
in Deutschland erfolgreich. Er wird in folgende Unterkategorien eingeteilt:
- French Tek (der aus Frankreich
stammende Jumpstyle, auch bekannt unter Industrial Jump
- Hard Jump (sehr minimal gehaltene
Melodie)
Daraufhin entwickelte sich ein Tanzstil und
Choreographie
zur Jumpstyle-Musik: Getanzt wird einzeln oder in Gruppen, indem die Beine
im Rhythmus während des Springens abwechselnd nach vorne und hinten geworfen
werden. Meist wird mit mehreren Personen getanzt, wobei die Tänzer entweder
im sogenannten „Duo-Jump“ nebeneinander gleiche Schritte ausführen oder sich
im „Duo-Kick“ gegenüber stehen und beim „Jumpen“ synchron und dabei
absichtlich mit den Füßen aneinander anstoßen können. Das Berühren der
anderen Tänzer durch unachtsame Tanzschritte ist mit Ausnahme des
„Duo-Kicks“ jedoch verpönt. Der Duo- oder Group-Jump (synchrones,
choreographiertes Tanzen in einer größeren Gruppe) stellt hierbei die
schwierigste Tanzart dar. Ebenso kann aber auch in einer Gruppe „Freestyle“
getanzt werden, wobei keine Choreographie oder Schrittfolge vorgegeben sind.
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