Freizeittänze

Breakdance

Die Ursprünge des Breakdance liegen im New York der 70er Jahre. Zu dieser Zeit begann sich in der Bronx, dem mehrheitlich "farbigen" New Yorker Stadtteil, der Hip-Hop zu entwickeln. Ausschlaggebend für den Siegeszug des Breakdance war 1974 Michael Jacksons Robot Dance.

Ein Breakdancer improvisiert in seinem Tanz, wobei er viele verschiedene Tanzelemente einsetzten kann. Es gibt drei verschieden Richtungen des Breakdance. "Breaken" oder "B-Boying" kennen wir als klassischen Breakdance mit akrobatischen Bewegungen. Unter "Popping" oder "Robot Dance" versteht man die Ausführung von "mechanischen" Bewegungen. "Locking" bedeutet wildes Gestikulieren, das dem Imitieren der Bewegungen von Comicfiguren ähnelt.

Für die meisten Breakdancer ist Mode ein Teil der Identität. Da beim Breakdancing die Kleidung sehr strapaziert wird, sollten nur robuste Materialien verarbeitet werden. Besonders wichtig sind Kopfbedeckungen bei Headspins und Headstands, wobei auch gerne Bandanas unter den Caps getragen werden.

Einige Powermoves im Breakdance:
Backspin: Vom Prinzip her der einfachste Powermove. Man dreht sich auf den Schulerblättern
Headspin: Rotieren auf dem Kof
Tracks: wie Headspin, nur dass man sich in 45 Grad mit den Händen vom Boden immer wieder wegdrücken muss
Swipes: man steht auf den Händen und Füßen mit dem Rücken nach unten und springt um seine eigene Körberachse, wobei das Schwung holende Bein nie den Boden berührt
Airtwist oder Airflare: eine volle Umdrehung um die eigene Körperachse. Dabei steht man im Handstand und springt eine Umdrehung in der Luft, um wieder auf den Händen zu landen
Ninetynine: ist, wenn man im Handstand auf einer Hand steht und sich auf dieser Hand um die eigene Achse dreht
Handglide: man dreht sich in liegender Weise auf einer Hand, den Ellenbogen seitlich am Körper abgestützt
Handhops: Springen im Handstand
Flare: ist die gleiche Bewegung wie Flanken beim Turnen. Die gespreizten, schwingenden Beine umkreisen den Tänzer im Handstand


Hip Hop

Breakdance, Rap, Graffiti und DJing sind Elemente des Hip Hop, eine der populärsten Jugendkulturen Europas. In allen Bereichen geht es darum, etwas künstlerisch zu entwickeln, sich selbst zu präsentieren und nicht zuletzt, sich selbst zu verwirklichen.

Hip Hop hat seinen Ursprung in den 70er Jahren in der New Yorker Bronx. Die farbigen Jugendlichen waren von der Unterhaltungsindustrie der "Weißen" ausgeschlossen und begannen, ihre eigene Partykultur zu entwickeln. So entstand der Hip Hop.

Wie jede andere Szene hat Hip Hop eine eigene Lebensphilosophie. In der Welt eines Hip-Hoppers geht es um "Realness", "Competition" und "Respect". Alles dreht sich um Glaubwürdigkeit und um die Originalität des Einzelnen. In "Battles" zeigen Hip-Hopper, was sie können und messen sich dabei mit anderen Hip-Hoppern.

Ebenso wichtig wie eine eigene Szenesprache ist der Dress-Code, der der Hip Hop Community ihren unverwechselbaren Style verpasst. Baggy Pants, Cap, Sneakers und T-Shirt sind unverzichtbar.


Jump Style

Jumpstyle bezeichnet einen Stil der elektronischen Tanzmusik, der im Arrangement und Melodie relativ minimal gehalten ist – ähnlich dem Newstyle, der sich in Chicago entwickelte. Charakteristisch für viele Jumpstyle-Tracks sind 140–150 BPM und des Öfteren Offbeats (vgl. Hardstyle). Viele Tracks enthalten auch Hardcore-Techno-Beats, die aber nicht zwingend notwendig sind, um sie als „Jumpstyle“ zu klassifizieren.
Der heutige Jumpstyle bezeichnet eine eigene Szene und ist vor allem in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Italien, Österreich und inzwischen auch in Deutschland erfolgreich. Er wird in folgende Unterkategorien eingeteilt:

  • French Tek (der aus Frankreich stammende Jumpstyle, auch bekannt unter Industrial Jump
  • Hard Jump (sehr minimal gehaltene Melodie)

Daraufhin entwickelte sich ein Tanzstil und Choreographie zur Jumpstyle-Musik: Getanzt wird einzeln oder in Gruppen, indem die Beine im Rhythmus während des Springens abwechselnd nach vorne und hinten geworfen werden. Meist wird mit mehreren Personen getanzt, wobei die Tänzer entweder im sogenannten „Duo-Jump“ nebeneinander gleiche Schritte ausführen oder sich im „Duo-Kick“ gegenüber stehen und beim „Jumpen“ synchron und dabei absichtlich mit den Füßen aneinander anstoßen können. Das Berühren der anderen Tänzer durch unachtsame Tanzschritte ist mit Ausnahme des „Duo-Kicks“ jedoch verpönt. Der Duo- oder Group-Jump (synchrones, choreographiertes Tanzen in einer größeren Gruppe) stellt hierbei die schwierigste Tanzart dar. Ebenso kann aber auch in einer Gruppe „Freestyle“ getanzt werden, wobei keine Choreographie oder Schrittfolge vorgegeben sind.